Lesezeit: 5 Minuten (09.02.2026)
Ständig müde und Kieferbeschwerden? Eine Atmungsstörung könnte die Ursache sein.
Nächtliches Zähneknirschen, Kieferbeschwerden oder ständige Müdigkeit werden oft unterschätzt. Dabei können diese Symptome auf eine schlafbezogene Atmungsstörung hinweisen – insbesondere auf die obstruktive Schlafapnoe.
Wenn der Körper nachts unter Stress steht
Bei einer obstruktiven Schlafapnoe kommt es im Schlaf zu wiederholten Atemaussetzern. Der Körper reagiert mit Stressreaktionen, die Muskulatur spannt sich an – vor allem im Kieferbereich.
Häufige Folgen sind:
• nächtliches Zähneknirschen
• Muskelverspannung im Kiefer
• morgendliche Kopf- oder Kieferschmerzen
• ausgeprägte Tagesmüdigkeit
Was wir in der zahnärztlichen Untersuchung oft feststellen:
• Zahnschäden durch Knirschen
• Abriebspuren an den Kauflächen
• Kiefergelenksbeschwerden
• Symptome einer CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)
Diese Befunde können wichtige Hinweise auf eine schlafbezogene Atmungsstörung sein!
Wir bieten zahnmedizinische Schlafmedizin an und arbeiten mit Schlafmedizinern zusammen
Wir unterstützen Sie bei:
• der Früherkennung von Schlafapnoe
• der Abklärung von Zähneknirschen und CMD
• der Versorgung mit einer Unterkieferprotrusionsschiene in Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Ärzten und Schlafmedizinern
Eine Schiene kann die Atemwege offenhalten, das Zähneknirschen reduzieren und die Kiefermuskulatur entlasten.
Kosten & gesetzliche Krankenkasse:
Bei gesicherter Diagnose einer Schlafapnoe ist die Unterkieferprotrusionsschiene unter bestimmten Voraussetzungen eine Kassenleistung der gesetzlichen Krankenkasse.
Wir beraten Sie transparent und begleiten Sie durch den gesamten Ablauf.
Unser Fazit:
Zähneknirschen ist oft mehr als ein Zahnproblem. In Kombination mit Müdigkeit, Kiefergelenksbeschwerden oder CMD kann eine obstruktive Schlafapnoe die Ursache sein. Eine frühzeitige Abklärung schützt Ihre Zähne und verbessert Ihre Schlafqualität.
Häufige Fragen zu Zähneknirschen & Schlafapnoe (FAQ)
Können Zähneknirschen und Schlafapnoe zusammenhängen? Ja. Zähneknirschen tritt häufig im Zusammenhang mit einer schlafbezogenen Atmungsstörung auf. Bei der obstruktiven Schlafapnoe spannt sich die Kiefermuskulatur reflexartig an, um die Atemwege zu öffnen – dabei kommt es zum Knirschen oder Pressen.
Ist nächtliches Zähneknirschen gefährlich?
Unbehandelt kann Zähneknirschen zu Zahnschäden, empfindlichen Zähnen, Kiefergelenksbeschwerden, Muskelverspannungen und Symptomen einer CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) führen. Die Ursache sollte daher immer abgeklärt werden.
Welche Anzeichen sprechen für Schlafapnoe?
Typische Hinweise sind starke Müdigkeit, Schnarchen, Atemaussetzer im Schlaf, morgendliche Kopfschmerzen sowie Kiefer- oder Gesichtsschmerzen. Auch deutliche Abriebspuren an den Zähnen können ein Warnsignal sein.
Kann der Zahnarzt Schlafapnoe erkennen?
Eine endgültige Diagnose stellt ein Arzt oder Schlaflabor. Zahnärzte können jedoch wichtige Hinweise erkennen, z. B. durch Schliffspuren, Kiefermuskel-Verspannungen oder CMD-Symptome, und gezielt zur Abklärung raten.
Was ist eine Unterkieferprotrusionsschiene?
Eine Unterkieferprotrusionsschiene ist eine spezielle Zahnschiene, die den Unterkiefer im Schlaf leicht nach vorne verlagert. Dadurch bleiben die Atemwege offen, Atemaussetzer werden reduziert und die Kiefermuskulatur entlastet.
Wird die Schlafapnoe-Schiene von der Krankenkasse bezahlt?
Bei diagnostizierter Schlafapnoe ist die Unterkieferprotrusionsschiene unter bestimmten Voraussetzungen eine Kassenleistung der gesetzlichen Krankenkasse. Voraussetzung sind in der Regel eine ärztliche Diagnose und eine entsprechende Verordnung.
Hilft eine Knirscherschiene bei Schlafapnoe?
Eine klassische Knirscherschiene schützt die Zähne, behandelt jedoch nicht die Ursache einer Schlafapnoe. Bei Atemaussetzern ist eine Unterkieferprotrusionsschiene die gezielte Therapieoption.